Keine kostenlosen Plastiktüten ab 1. April
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Keine kostenlosen Plastiktüten

EU verbietet kostenlose Plastiktüten

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Ab 1. April 2016 dürfen keine Plastiktüten unentgeltlich an Kunden abgegeben werden. Nach dem die Europäische Union entschieden hat, den Verbrauch von Kunststofftüten bis zum Jahr 2025 auf 40 Tüten pro Einwohner zu reduzieren, haben in Deutschland das Bundesumweltministerium und der Handelsverband Deutschland (HDE) eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Derzeit werden in Europa pro Einwohner und Jahr rd. 200 Plastiktüten verbraucht. Das Engelt soll zwischen 20 bis 30 Cent pro Tüte liegen, was aber nur eine Empfehlung ist. In den Supermärkten muss man schon heute für jede Plastiktüte zahlen. Nun müssen die Plastiktüten auch in den Kaufhäusern und in den kleinen Geschäften gegen Entgelt abgegeben werden.

Sollte Deutschland den Pro-Kopf-Verbrauch entsprechend der EU-Vorgabe erreichen, wird es keine weiteren gesetzlichen Reglungen geben. Wenn nicht wird eine neue Zwangsabgabe per Gesetz eingeführt.

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Gefahr für Mensch und Natur

Nach Angaben von Wissenschaftlern gelangen jährlich zwischen 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere. Durch die hohe Langlebigkeit von ca. 450 Jahren sowie den zum Teil sehr winzigen Mikroteilchen gelangt der Müll in die Nahrungkette der Tiere und damit auch in den menschlichen Körper.

Abgabe oder Verbot?

Bei der Umsetzung der EU-Richtline können die Mitgliedsländer selbst entscheiden, wie sie die Reduzierung durchsetzen wollen. Dies kann mit einem generellen Verbot von Plastiktüten oder einer Zwangsabgabe auf die Einkaufstüten gemacht werden. In Deutschland hat man sich auf eine freiwillige Verpflichtung mit dem Handel geeinigt. Diese gilt aber nur für die nächsten Jahre. Dann wird geprüft, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht.

Alternative Baumwolltragetaschen oder Papiertüte?

Baumwolltragetasche gelten als umweltfreundlich, da diese aus dem Naturprodukt Baumwolle hergestellt werden. Schaut man sich aber den Baumwollanbau sowie die Herstellung an, so ist die Umweltbilanz auch nicht sonderlich gut. Herbizie, Pestizide, und reichlich Dünger werden insbesondere in den Entwicklungsländern benutzt. Dazu kommt ein hoher Wasserverbrauch bei der Herstellung. Man sagt, dass eine Baumwolltragetasche mehr als 20 mal eingesetzt werden muss, damit sie einen Vorteil gegenüber der Plastiktüte hat.

Bei Papiertüten sieht die Bilanz auch nicht gut aus. Dazu kommt, dass Papiertüten eine geringere Reißfestigkeit haben.

Fazit

Auf Plastiktüten werden wir noch lange nicht verzichten können. Den Verbrauch kann man reduzieren. Aufgabe der Wissenschaft ist es, uns umweltfreundliche Produkte an zu bieten. Hier gibt es sicherlich noch reichlich Handlungsbedarf.

Weiterführende Links:

heute.de

die welt

die zeit

Umweltbundesamt

Deutsche Umwelthilfe

Naturschutz Bund Deutschland

 

 

 

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